Wenn der Mieter die vertraglich geschuldete Miete nicht bezahlt, kann der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen. Holt der Mieter dann innerhalb von 2 Monaten nach Erhebung der Räumungsklage die Zahlung vollständig nach, wird die fristlose Kündigung unwirksam. Häufig haben die Vermieter in diesen Fällen zusätzlich hilfsweise ordentlich gekündigt. Juristisch fraglich war in solchen Fällen, ob auch diese ordentliche Kündigung durch eine Schonfristzahlung unwirksam wird. Das Landgericht Berlin hat im Urteil vom 01.07.2022 (AZ 66 S 200/21) nun entschieden, dass die Wirkung der Schonfristzahlung alle auf den Zahlungsrückstand gerichteten Kündigungen erfasst, also auch die ordentliche Kündigung.